Gringolts Quartett
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Ilya Gringolts

Ilya GringoltsTrotz seines jungen Alters kann Ilya Gringolts schon auf fünfzehn außergewöhnlich erfolgreiche Jahre in seiner Karriere als Geiger zurückblicken. Mit seiner großen Neugier auf musikalische Herausforderungen hat er sich in dieser Zeit als hervorragende künstlerische Persönlichkeit bewiesen.

Nachdem er zunächst Violine und Komposition in St. Petersburg bei Tatiana Liberova und Jeanna Metallidi studiert hatte, besuchte er als Schüler von Itzhak Perlman die Juilliard School. Bereits 1998 ging er als Gewinner des internationalen Violin-Wettbewerbs "Premio Paganini” hervor, als jüngster Teilnehmer im Finale der Wettbewerbsgeschichte. Inzwischen widmet er sich als Solist insbesondere auch selten gespielten und zeitgenössischen Werken. Kompositionen von Peter Maxwell Davies, Augusta Read Thomas, Christophe Bertrand und Michael Jarrell wurden von ihm uraufgeführt. Daneben gilt sein künstlerisches Interesse auch der historischen Aufführungspraxis. So präsentierte er im Sommer 2010 beim Verbier Festival zusammen mit Masaaki Suzuki den kompletten Zyklus der Bach-Sonaten auf einer Barockvioline. Er ist außerdem Primarius des 2008 gegründeten Gringolts Quartettes.

In der Saison 2013/14 ist Ilya Gringolts unter anderem als Solist mit den Bamberger Symphonikern (unter der Leitung von Eivind Aadland), dem Copenhagen Philharmonic (Santtu-Matias Rouvali), dem Iceland Symphony (Ilan Volkov), dem BBC Scottish Symphony (Ilan Volkov), dem Taipei Symphony (Oleg Caetani), dem Columbus Symphony (Thomas Wilkins) und dem Galician Symphony Orchestra (Osmo Vänskä) zu erleben. Mit Kammermusik ist er zudem unter anderem beim Verbier Festival, beim Gstaad Festival und, zusammen mit Maxim Vengerov, im Barbican Centre London zu Gast.

In den letzten fünfzehn Jahren konzertierte Ilya Gringolts weltweit mit führenden Orchestern wie dem Mahler Chamber Orchestra, dem Royal Liverpool Philharmonic, dem Birmingham Symphony, dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin, dem BBC Symphony, dem Sao Paulo Orchestra, dem Israel Philharmonic, dem Chicago Symphony, dem London Philharmonic, dem Saint Petersburg Philharmonic, dem Los Angeles Philharmonic, dem Melbourne Symphony, dem NHK Symphony Orchestra, dem Hallé Orchestra und den beiden Orchestern der SWR.

Ebenso häufig ist Ilya Gringolts mit Rezitalprogrammen zu erleben. Er ist regelmäßiger Gast bei den Festivals in Luzern, Kuhmo, Colmar und Bukarest (Enescu Festival) sowie bei den Mailänder Serate Musicali und in der Sankt Petersburger Philharmonie. Als Kammermusiker arbeitet er mit Künstlern wie Yuri Bashmet, Lynn Harrell, Diemut Poppen, Nicolas Angelich, Itamar Golan, Peter Laul, Nicolas Hodges und Jörg Widmann zusammen.

Nach zahlreichen von der Kritik hochgelobten CD-Produktionen bei der Deutschen Grammophon und Hyperion widmete sich Ilya Gringolts mit seinen drei zuletzt bei Onyx erschienenen Aufnahmen Werken Robert Schumanns: den Violinsonaten Nr. 1-3 mit Peter Laul (2010), den Klaviertrios zusammen mit Dmitry Kouzov und Peter Laul (2011) und den Streichquartetten wie auch dem Klavierquintett mit dem Gringolts Quartet und Peter Laul (2011). Für die CD Taneyev – Chamber Music war er bereits 2006 zusammen mit Mikhail Pletnev, Vadim Repin, Nobuko Imai und Lynn Harrell mit dem Gramophone Award ausgezeichnet worden. Im Laufe der nächsten Monate werden eine CD mit allen Capricci von Niccolo Paganini sowie eine integrale Aufnahme der Streichquartette von Johannes Brahms (beide bei Orchid Classics) erscheinen.

Neben seiner Tätigkeit als Professor an der Zürcher Hochschule der Künste wirkt Ilya Gringolts regelmäßig als Violin International Fellow am Royal Scottish Conservatoire in Glasgow. Er spielt eine Stradivari von 1718-1720, die ihm aus privatem Besitz zur Verfügung.