Gringolts Quartett
English Francais

Pressestimmen 

DIAPASON, J.C HULOT, Juni 2016 – zur Taneyev/Glazunov CD
Erneut überwältigt uns das unter Federführung von Ilya Gringolts zusammengeschlossene Team mit Klangfarbenreichtum, Akzentvielfalt – und einer ebenso ausgefeilten (und soliden) Interpretation, wie wenn es sich mit Brahms beschäftigt. Die Klarheit, der die Musiker bei Glasunow zu ihrem Recht verhelfen, ist umso wertvoller für die dichte Polyphonie Tanejews, die sich im Grenzbereich zwischen Kammermusik und Instrumentalkonzert bewegt. Sie schärft die Kontraste, verdeutlicht die Vielfalt dieser verschiedenen Klimazonen.

 

PAMINA MAGAZIN, C.Gehringer, 25.04.2016 - bei den Ettlinger Schlosskonzerten Ein akkurates, blitzsauberes Zusammenspiel, feinnervig und klar bis in die kleinsten Regungen: (…) dies war eine Demonstration meisterhafter Ensemble-Kunst. (…) Da zerfasert nichts, der Klang ist rund, bruchlos, ausgewogen.

 

KLASSIK.COM, Florian Schreiner, 20.4.2016 - zur Taneyev-Glazunov CD (BIS)
Lyrische Unbeschwertheit und klanglicher Feinsinn. Die Musiker agieren bei aller Impulsivität des Vortrags auch in klangfarblicher Hinsicht feinfühlig. (…) Das ist vielleicht die höchste Qualität dieser Einspielung: dass die Musiker es schaffen, der Musik mit der nötigen Ernsthaftigkeit, Leidenschaftlichkeit und Impulsivität zu begegnen, ohne sie expressiv zu überfrachten. Hier wird mit Verve musiziert, nicht mit Überdruck.

 

BALLADE.NO, Emil Bernhardt, 1.4.2016
Die Haydn-Interpretation des Gringolts Quartetts war von einer beeindruckenden technischen Überlegenheit gekennzeichnet, die nie aufgesetzt oder vordergründig wirkte. Es war, als ob der Zuhörer jedes Detail mit der Lupe betrachten könnte, und selbst die kleinste und subtilste Bewegung erzielte eine maximale expressive Wirkung.

 

KLASSIK-HEUTE.DE, Heinz Braun, 25.2.2016 - zur Taneyev-Glazunov CD (BIS)
Man kann dem Gringolts-Quartett mit Christian Poltéra zu dieser Einspielung nur gratulieren: Nicht allein treffen die Musiker stets den richtigen Charakter, sondern wahren – bei aller Expressivität und hohem dynamischem Kontrast – immer auch die klangliche Transparenz, die besonders im Falle von Tanejews so „durchwirkter“ Partitur geradezu essentiell ist. (…) Freunde romantischer Kammermusik sollten sich diese Neueinspielung nicht entgehen lassen.

 

RONDO MAGAZIN, Michael Wersin, 6.2.2016 - zur Taneyev-Glazunov CD (BIS)
Eine fesselnde Hörerfahrung, die durch das Spiel des Gringolts Quartetts, ergänzt um Christian Poltéra am zweiten Cello, in erstklassiger Weise vermittelt wird: Ein satt-sonorer, gleichzeitig sehr tiefenscharfer Klang lässt den Hörer die Werke quasi aus der Mitte des Geschehens heraus erleben – man fühlt sich ganz eingehüllt in eine seltsam unvertraute, aber ungeheuer ansprechende Musik.

 

BERNER ZEITUNG, Heinz Kunz, 16.1.2016
Die Interpreten erschlossen das Werk [Bartók: Streichquartett Nr. 3] in faszinierender Vielfalt: intensiv ließen sie die Gegensätze aufbrechen, banden lyrische Momente tragend in den herben Charakter und steigerten die Aussage im zweiten Teil bis zum Exzess. Die leidenschaftliche Hingabe, mit der das Gringolts Quartett (…) spielt, fand den krönenden Abschluss im Streichquartett Nr. 15 von Schubert.

 

LA VANGUARDIA, Jaume Radigales, 17.4.2015
Die Chemie zwischen dem Gringolts Quartett und Jonathan Brown sowie Arnau Tomàs vom Casals Quartett stimmte einfach. Höchste Präzision und eine großzügige Behandlung der musikalischen Phrasen, die sich zwischen den sechs Instrumenten im Sala Oriol Martorell abwechselten. Großartig!

 

BBC  MUSIC  MAGAZINE,  Stephen Johnson, Oktober  2014 zur Brahms CD (Orchid Classics)
Wenn man dem Gringolts Quartett in Brahms‘ Op. 51 Nr. 2 und Op. 67 lauscht, könnte man meinen, dass diese Werke bisher einfach noch nicht richtig gespielt worden sind. Das sensible Geben und Nehmen zwischen den vier Instrumenten, die Intimität und das subtile Farbspiel des Gringolts Quartetts erwecken das Gefühl, dass es sich hier um romantische Kammermusikschätze, vergleichbar mit den drei Streichquartetten Schumanns, handelt. Im ersten Satz von Op.67  werden die verschiedenen Schichten der rhythmischen Elemente mit einer Art geschmeidiger Freiheit behandelt, wie sie selbst der raffinierteste Dirigent kaum umsetzen könnte. Auch Humor findet sich hier, besonders im Finale mit seinem neckend „unvollständigen“ Thema.

               

ENSEMBLE – MAGAZIN FÜR KAMMERMUSIK, Hans-Dieter Grünefeld, August/September 2014, Ausgabe 4/2014 - zur Brahms-CD (Orchid Classics)
Offenbar analytisch klare Durchdringung bei der Vorbereitung zur Aufnahme sämtlicher Streichquartette von Johannes Brahms gibt den Interpretationen des Gringolts Quartet ein Extra-Plus. Denn überzeugend in toto ist die absolut transparente Stimmführung (…). Insbesondere jedoch ist das Klavierquintett f-Moll herausragend, weil nicht nur der von Peter Laul subtil empfundene Klavierpart wie selbstverständlich in die Klangbalance integriert ist, sondern auch die Übergänge in der schwankenden Gefühlsmelange der Seufzermotive einen nahtlosen Zeitfluss in Dynamik und Struktur haben. (...) Dieses grandiose Brahms-Hörerlebnis ist beim Gringolts Quartet auf perfekter Intuition geründet.

 

PIZZICATO.LU, Alain Steffen, 7.8.2014 - zur Brahms-CD (Orchid Classics)
Wirklich kühn und sehr modern kommt dieser Brahms daher. Das Gringolts Quartett traut sich, die bekannten Pfade zu verlassen und dem romantischen Gestus wenigstens teilweise den Rücken zu kehren. (...) Das Gringolts Quartett spielt recht zügig, mit klaren Linien und einem Verdeutlichen jeder Instrumentenstimme. Der melodische Fluss bleibt zwar bestehen, wird aber immer wieder durch Ecken und Kanten, Akzente und analytische Präzision relativiert. Exzellent auch der Pianist Peter Laul, der sich nahtlos in das Ensemble einfügt. Ein Brahms, (...) der gerade durch sein interpretatorisches Konzept neue Wege des Verständnisses aufzeigt.

 

SALZBURGER NACHRICHTEN, Florian Oberhummer - 4.8.2014
Ein Starsolist braucht ein Team - im Fußball ebenso wie bei den Salzburger Festspielen. (…) Am Freitagabend kehrte Gringolts als Primgeiger seines famosen Streichquartetts wieder in den Großen Saal der Stiftung Mozarteum zurück. (…) Zuletzt erweiterten noch

David Geringas (Cello), Jonathan Brown (Viola) und Dariusz Mizera (Kontrabass) das Quartett, um die Streichseptett-Fassung von Richard Strauss' "Metamorphosen" in luxuriöser Klangpracht zu musizieren.                                            

OBSERVER, Stephen Pritchard, 22.6.2014 - zur Brahms CD (Orchid Classics)
Wie das Öffnen eines Vorhangs an einem sonnigen Morgen wirft diese Aufnahme neues Licht auf die vertrauten Eigenarten von Brahms‘ betörender Kammermusik. Das herrliche Klavierquintett in f-moll, Op. 34 lassen die Gringolts und Peter Laul, in vollem Bewusstsein des sinfonischen Strebens dieses Werkes, vor Zuversicht strotzen.

 

BADISCHE ZEITUNG, 24.4.2013
Das Gringolts Quartett pflegt einen gediegenen, dabei hochleidenschaftlichen Gesamtklang, in dem alle Beteiligten gleichberechtigt sind.

 

RONDO-MAGAZIN, Michael Wersin, April 2013 - zur Braunfels/Strauss-CD (Profil)
Das [um David Geringas] personell erweiterte „Gringolts Quartett“ beglückt den Hörer mit erstklassig durchstrukturiertem, faszinierend lebendigem Spiel und bringt mit erstaunlicher Wandlungsfähigkeit sowohl die Strauss´sche Klangverliebtheit wie auch die tendenzielle Rauhigkeit und Spröde der Braunfels´schen Musik überzeugend zur Geltung: eine CD, die zu tiefem Hineintauchen nicht nur einlädt, sondern beinahe zwingt.

 

MUSIC WEB INTERNATIONAL, Michael Cookson, 13.2.2013 zur Braunfels/Strauss-CD (Profil)
Gringolts und seine Mitstreiter lassen eine kühle, stählerne und unsagbar intensive Schönheit in ihre Interpretation einfließen. [...] Diese zwei faszinierenden Stücke sind es definitiv wert entdeckt zu werden: ein obskures von Braunfels und ein anderes von Strauß in ungewohnter Gestalt. Dies sind tief empfundene und makellos vorbereitete Aufführungen, wiedergegeben in einer exzellenten Klangqualität: kühl, klar und ausgewogen.

 

KULTUR SPIEGEL, Januar 2013 – zur CD-Box „Robert Schumann Kammermusik“ (Onyx)
Manche Kammermusiker treiben Hochleistungssport. Ilya Gringolts und seine Freunde hingegen mühen sich um Stil und Atmosphäre, und die sind hier von den Violinsonaten bis zum Klavierquintett mitreißend gut getroffen. Nervös und doch sangbar, grüblerisch und selig zugleich tönt dieser Schumann – genau das Richtige für lange dunkle Winterabende.

 

NEUE LUZERNER ZEITUNG, 23.11.2012
Höhepunkt des Konzertes ist das Quintett in f-Moll von Johannes Brahms. Ilya Gringolts und Anahit Kurtikyan auf der Violine, Silvia Simionescu (Viola) und Claudius Herrmann (Cello) begeistern auf der ganzen Ebene. Das in Zürich stationierte Ensemble spielt kontrastreich, lebendig, schwelgend und tragisch. Vor allem die beiden wuchtigen, fast sinfonischen Sätze eins und drei überzeugen durch ihre kohärenten Bögen.

 

HESSISCH NIEDERSÄCHSISCHE ALLGEMEINE ZEITUNG, 02.11.2012
Fast vibratolos und mit gläserner Reinheit spielten die vier – allesamt exzellente Instrumentalisten. Exaltiert wirkten die Farben und die Akzentuierungen, und durchs Presto-Finale [von Haydns Quartett op. 76,5] jagten sie in wildem Ritt. (…) Ludwig van Beethovens a-Moll-Quartett op.132 erfuhr dann nach der Pause in der artifiziellen, tonlich raffiniert variantenreichen und dabei fast vibratofreien Spielweise eine denkwürdige Interpretation, die mit Bravos bedacht wurde.

 

CLASSICFM.COM, Juni 2012
Angeführt von dem prägnanten Ilya Gringolts (…) beleuchtet das Gringolts-Quartett vor allem Schumanns sprunghafte und aufgewühlte Seite. Sie nutzen jegliche ihnen zur Verfügung stehende Mittel, um die eher beunruhigenden Elemente der Quartette hervorzuheben. Der Anfang beginnt so düster wie ein mittelalterlicher Choral, die Pausen sind voller unausgesprochener Bedrohung (...). Die fröhlicheren Passagen sind ungetrübt, es werden große Geschütze aufgefahren und Gringolts Geigenspiel tanzt förmlich durch hinreißend nuanciertes Passagenwerk im Finale des Quartetts No.2. (…) So unverfälscht, persönlich und wunderschön gespielt, beweist diese Aufnahme, dass Schumanns Quartette so viele Facetten haben, wie es Ensembles gibt, die sie spielen. Eine außergewöhnliche und faszinierende Interpretation.

 

KULTURSPIEGEL, 27.2.2012 zur CD-Einspielung “Gringolts Quartet – Schumann: String Quartets”
2008 gründete der Geiger Ilya Gringolts auf Schloss Elmau mit seiner Frau Anahit Kurtikian, Silvia Simionescu (Viola) und Claudius Herrmann (Cello) ein Quartett. Die gar nicht leicht strukturierbaren, mitunter grüblerischen drei Schumann-Stücke spielen sie erfreulich spontan, duftig und empfindungsstark; beim angefügten Klavierquintett fügt sich der Pianist Peter Laul perfekt in den warmen Gesamtklang ein.

 

NEUE ZÜRCHER ZEITUNG, 24.1.2012
Zusammen finden sie zu einer klanglichen Übereinstimmung und Identität, in der die Musik stets aus einem Guss erscheint. Gekennzeichnet ist dieses persönliche Profil des Quartetts von einer unverzagten Kompromisslosigkeit. Gewagt war es, Antonín Dvo%u0159áks Streichquartett in Es-Dur op. 51 gleich zu Beginn des Konzerts (…) zerbrechlich und ganz intim anzusetzen. Doch welch ein Coup: Dadurch schoben sich die gebrochenen Es-Dur-Akkorde mit einer düsteren Benommenheit ineinander, von der aus der Satz langsam in seine Polka-Beschwingtheit fand. Zu einem einzigartig ausbalancierten Miteinander fanden die vier Musiker auch in der Romanza.

DIAPASON 01/2012 – zur CD-Einspielung “Gringolts Quartet – Schumann: String Quartets” *****
Ilya Gringolts und seine Kollegen halten die Spannung jederzeit aufrecht. Durch die Akustik der lutherischen Kirche in St. Petersburg verstärkt, steht die Sinfonik dieses Ensembles, angeführt von seinem feurigen ersten Geiger, der Konkurrenz in Nichts nach. Die transparente Polyphonie des ersten Andante espressivo, die Schärfe der Einschübe und die Raffinesse der Effekte von Hell und Dunkel, im Kontrast zur spielerischen Bissigkeit des Scherzos, steigern noch die poetische Herangehensweise.

MÜNCHNER MERKUR, 16.01.2012
Die Detail-Arbeit ist ausgefeilt, die genaue Artikulation bewundernswert. (…) Da stellt sich eben kein Pultstar oder Weltklasse-Solist in den Mittelpunkt, sondern größte Homogenität und solistische Souveränität sind auf beeindruckende Weise kombiniert.

 

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, 14./15.01.2012
Hier spielten Künstler, die ihr Metier virtuos beherrschten: Wenn etwa die Bratsche oder das Cello bestimmend klagte und dabei von zart zurückhaltenden Geigen (…) flankiert wurde, dann war das von tiefer Intensität sowie feiner Phrasierung der Protagonisten geprägt.

 

INDEPENDENT, 30.10.2011 – zur CD-Einspielung “Gringolts Quartet – Schumann: String Quartets”
Genauestens ausbalanciert (...) klare Strukturen, lange Linien und wohl gestaltet.

 

DERNIERES NOUVELLES D‘ALSACE, 05.09.2011
Unter den Bögen der vier Künstler verwandelte sich der zu Beginn sehr elegante erste Satz des 5. Streichquartetts in D-Dur (von Haydn) nach und nach in einen immer kraftvolleren Fluss mit einer beeindruckenden Beschleunigung. Das vornehme und sinnliche Largo, der eigentliche Kern der Partitur, in einem warmen und sensiblen Ton, schien die Türen der Romantik weit aufzustoßen. Ein robustes Menuett und ein originelles Finale, die nur so vor Geist sprühten, wurden mit einer stets meisterlichen Vitalität gespielt. (…) Mit viel Können hat uns das Gringolts Quartett eine fesselnde Vision (von Schumanns Streichquartett Nr.1) dargeboten, voller Lebendigkeit, Frische, Fantasie, Ironie und ließ dabei Traum und Nostalgie ihren Anteil.